BIKEVORSCHLÄGE

Downhill, Freeride oder einfach spazierenfahren,...

...entscheiden Sie selbst, was Ihnen am besten gefällt. Wir schlagen Ihnen hier 13 verschiedene Biketouren vor. Wählen Sie jene welche Ihnen am besten zusagt.

Bikevorschlag 1: Val Teatscha

Diese kleine Halbtagestour führt vom Parkplatz vor dem Hotel Chavalatsch Müstair zuerst in den Ortskern von Santa Maria und schließlich nach Links bergauf Richtung Umbrailpass. Die 500 Höhenmeter auf der Passstrasse sind genau die richtige Dosis zum Aufwärmen. Hinter dem Gasthaus Platatschas, wo man einkehren kann, zweigt in einer geraden Passage der Trail zum Döss da las Levras ab. Nach kurzem, holprigem Downhill über Almwiesen folgt nach der Bachquerung über eine schmale hölzerne Brücke eine etwa 500 Meter lange sehr ruppige Schiebepassage abwärts am Bach entlang. Bald wird der Pfad glatter und durchweg fahrbar, wenn er auch teilweise so steil bergab führt, dass man mit dem Po weit hinter den Sattel muss - gute Fahrtechnik ist hier Voraussetzung. Am Döss da las Levras führt der Trail aus dem Wald über die Wiesen. Hier wird der Pfad flacher und gut fahrbar, bis Müstair rollt man jetzt problemlos zurück.

Gesamtlänge: ca. 16,6 km
Tourenpunkte:
Müstair - Plattatschas - Döss da las levras - Müstair
Fahrzeit:
ca. 1.5 Std.
Bemerkungen:
Eignet sich gut als Trailschulung am ersten Tag

Val Teatscha

Bikevorschlag 2: Craistas

Craistas, ein kleines Dörfchen auf der Sonnenseite hoch über Santa Maria, ist Ziel dieser Halbtagestour, die hauptsächlich auf asphaltierten Wegen und Schotterstrassen verläuft und damit nur geringe Anforderungen an die Fahrtechnik stellt. Nach dem Dorf Valchava zieht der Weg steil bergauf, dann zieht die schmale Asphaltstrasse zur Gemeinde Lü hinauf, wo man im Gasthaus Hirschen einkehren kann und einen prächtigen Blick zum Ortler hinüber hat. Jetzt folgt eine erst ansteigende, dann ab Urschai relativ ebene Schotterpassage bis Craistas, von wo die Bike-Route in vielen Serpentinen wieder nach Santa Maria und Müstair hinunter führt.

Gesamtlänge: ca. 25,2 km
Tourenpunkte:
Müstair - Valchava - Lü - Urschai - Craistas - Sta. Maria - Müstair
Fahrzeit:
ca. 2.5 Std.
Bemerkungen:
Wunderschöne Ausblicke über das Val Müstair.

Bikevorschlag 3: Lü - Tschierv

Die Tour über Lü nach Tschierv führt zuerst in umgekehrter Richtung auf derselben Strecke wie Tour 2 nach Craistas und dann über Urschai nach Lü, wo man im Gasthaus Hirschen einkehren und den Blick zum Ortler geniessen kann. Von Lü aus führt die Route dann in langer, rauschender Abfahrt über den Schotterweg, der im Winter als Rodelbahn genutzt wird, hinunter nach Tschierv, mit seiner urtümlichen Engadiner Architektur. Auch hier kann man einkehren. Zurück nach Müstair führt die Route über Schotterwege, die fahrtechnisch keine grossen Ansprüche stellen und - wie die ganze Tour - auch für weniger trainierte Biker geeignet sind.

Gesamtlänge: ca. 29,8 km
Tourenpunkte:
Müstair - Craistas - Urschai - Lü - Tschierv - Müstair
Fahrzeit:
ca. 3 Std.
Bemerkungen:
Wunderschöne Ausblicke über das Val Müstair.

Lü

Bikevorschlag 4: Valchava-Trail

Trailground für Könner! Diese kleine Halbtagestour über den Valchava-Trail führt von Müstair zuerst nach Sta. Maria, dann auf breitem Schotterweg gut 400 Hm Richtung Val Mora hinauf, dann zweigt man auf einen flachen Schotterweg ab, der Richtung Valchava führt. War bis hierher die Tour eher leicht, so folgt jetzt eine sagenhaft schöne und nicht minder anspruchsvolle Trailpassage durch bemoosten Wald. Der Weg besteht teils aus Waldboden, teils aus Felsplatten mit kleinen Stufen - ein idealer Trail zur Fahrtechnikschulung. Im unteren Teil mündet dieser anspruchsvolle Trail in einen Fitness Parcour. Hier hält man sich links und rollt schliesslich durch den hübschen Ort Valchava bis zur Hauptstrasse hinunter. Zurück nach Sta.Maria und Müstair fährt man am besten auf dem Radweg, der rechts von der Strasse verläuft.

Gesamtlänge: ca.16,5 km
Tourenpunkte:
Müstair - Val Vau - Valchava - Müstair
Fahrzeit:
ca. 1.5 Std.
Bemerkungen:
Man fährt wie durch einen Zauberwald, sehr anspruchsvoller Trail!

Lai da Rims

Bikevorschlag 5: Val Mora

Traumtour! Das Val Mora gehört zu den schönsten und landschaftlich unberührtesten Tälern der Alpen. Erst radelt man von Müstair auf Seitenwegen bis Tschierv, dann auf der Hauptstrasse etwa 400 Hm bis zum Ofenpass hinauf.

Wem das zu anstrengend erscheint, kann natürlich den Shuttle des Hotels Chavalatsch  hier hinauf nehmen. Dann reduzieren sich die Gesamt-Höhenmeter dieser Tour auf unter 600, was auch für weniger trainierte Biker zu schaffen sein dürfte.

Vom Ofenpass führt zuerst ein recht anspruchsvoller Trail links neben der Strasse bergab (wem das zu schwer ist, kann auch auf der Straße fahren), dann führt eine Schotterstrasse nach links zur gut beschilderten Alp Buffalora. An der Alp vorbei führt der Schotterweg schliesslich über etwa 150 Hm so steil bergauf, dass die meisten schieben werden. Doch oben auf der wunderschönen Jufplaun Ebene beginnt nun der bikerische Traum schlechthin: Erst führt
der Schotterweg eben bis leicht ansteigend dahin - dann, unterhalb einer Zollhütte ein kurzes Stück steil bergauf, bevor man den Übergang zum Val Mora erreicht.
Jetzt beginnt ein steiler, steiniger und ruppiger Trail ins Val Mora hinab - Spass für Fahrtechnik-Könner, Schiebepassage für weniger versierte Biker. Unten an der fast 2100 Meter hohen Alp Mora gibt es Milch aus einem Automaten, bevor man der Schotterstrasse des Val Mora weiter durch das grandiose Tal folgt, mal eben oder leicht bergab, dann auch mal wieder eine Rampe bergauf. Die Fahrt im Val Mora ist jedoch der reine Genuss, den auch weniger fahrtechnisch versierte Biker leicht bewältigen können. Diese 6,5 Kilometer lange Schotterstrasse bis zum Döss Radond ist zwar leicht zu fahren, aber sie zieht sich dahin - immer wieder hat man das Gefühl, dass man doch gleich oben sein sollte, doch dann kommt nach einer Biegung eine weitere Steigung.
Am Döss Radond, dem höchsten Punkt der Val Mora Strasse, hat man es geschafft.Von hier aus geht es nach Sta. Maria ausschliesslich bergab. Man folgt einfach der Schotterstrasse und dann weiter bis nach Müstair.

Gesamtlänge: ca. 46,6 km
Tourenpunkte: Müstair - Ofenpass - Buffalora - Jufplaun - Val Mora - Döss Radond - Müstair
Fahrzeit:
ca. 4.5 Std.
Bemerkungen:
Eine der schönsten Touren in der Region!

Val Mora

Bikevorschlag 6: Passo del gallo

Der Gallo-Trail ist traumhaft zu fahren, so glatt und leicht, dass auch Trail-Einsteiger sich hier wohlfühlen werden. Der Anfang der Tour ist gleich wie bei Tour 5 bis Jufplaun!
Unterhalb der Zollhütte, zweigt man in einer Linkskehre nach rechts auf einen unbeschilderten Trail ab (GPS ratsam). Dieser Trail führt nahezu flach, später leicht bergab über die Hochebene und gibt wunderschöne Blicke in alle Richtungen frei.
Auf diesem Pfad überquert man die italienische Grenze, dann geht es bergab auf dem alten Schmugglerweg. Dieser Trail ist erst fein schottrig, dann jedoch mit ganz kurzem Gras bewachsen, so dass man wie auf einem Teppichboden fährt.
So erreicht man sanft bergab rollend die alte Ruine der Alpe del Gallo, von wo aus man einen prächtigen Blick über den hinteren Teil des Livignosees bis zur großen Staumauer in der Ferne hat. Weiter geht es über die Almwiesen und dann in vielen Serpentinen durch den Lärchenwald. Im unteren Teil wird der Trail etwas steiniger und an einem Hangrutsch, muss man sein Bike für etwa 300 m auf einem sehr schmalen, provisorischen Pfad schieben, erst steil bergab, dann wieder bergauf. Jetzt geht es auf dem Trail weiter über gut vier km zur Ponte Acqua del Gallo, einer alten Steinbrücke über eine Schlucht, wo
schliesslich der Schotterweg beginnt. Dieser führt weiter zum Beginn des Val Mora. Hier folgt man dem Schild scharf links und fährt über ein trockenes Bachbett, dann einen Almweg leicht ansteigend bis zum Pass Val Mora auf der schweizerischen Grenze. Es beginnt nun ein wunderbarer Singletrail, der nach einer kleinen Holzbrücke in einen Wiesenweg mündet. Nach zwei km mündet dieser Almweg schließlich in die lange Schotterstraße des Val Mora.
Man folgt nun der Strasse durch das Val Mora wie in Tour 5 beschrieben.

Gesamtlänge: ca. 54,7 km
Tourenpunkte: Müstair - Ofenpass - Buffalora - Jufplaun - Passo del Gallo - Passo Val Mora - Val Mora - Döss Radond - Müstair
Fahrzeit:
ca. 5,5 Std.
Bemerkungen:
der Passo del Gallo - einer der schönsten Trails Europas!

Bikevorschlag 7: Forcella di Corcola

Vor der Forcella steht allerdings erst mal der Umbrailpass, zu dem man von Sta. Maria aus gut 1100 Hm raufradeln muss. (Wem diese fahrtechnisch leichte Auffahrt bei der langen Tour zu anstrengend erscheint, nimmt den Shuttle, den das Hotel Chavalatsch anbietet.)

Die Tour beginnt dann nur 190 Meter hinter dem Umbrailpass spannend zu werden: Von der Strasse zweigt ein unscheinbarer Trail nach rechts ab, der mässig ansteigt und bis auf die letzten 150 Meter vor der Forcella für trainierte Biker durchweg fahrbar ist. Schon vom Umbrailpass ergeben sich überwältigende Blicke zu den Gletschern des Ortler, auf der Forcella versteht man dann sofort, warum die italienischen Soldaten hier Stellung bezogen haben - sie konnten aus sicherer Deckung die Österreicher unter Beschuss nehmen,
ohne selbst gesehen zu werden.
Von der Forcola folgt man der alten Militärstrasse, die erst ein Stück bergab führt, dann nimmt man den linken Wegzweig bergauf. Geradeaus könnte man bergab auch zur Malga di Forcola und weiter zum Lago Cancano abfahren, aber die hier beschriebene
Route ist wesentlich spektakulärer. Nach einer relativ kurzen, steilen Auffahrt erreicht man schliesslich die alte Militärstrasse, über die im ersten Weltkrieg König Victor Emanuel mit dem Auto herauf gefahren wurde, um seine Truppen zu besuchen. Geradeaus folgt man der Schotterstrasse in vielen Serpentinen bergab, bis sie nach einer kleinen Alm zu einem verfalleneren Trail wird, der an einem Steilhang entlang in dramatischen Serpentinen bergab führt. Kaum zu glauben, dass hier mal ein König mit dem Auto raufgefahren ist. Dieser Trail erfordert ein gutes Mass an Schwindelfreiheit, bietet dafür aber Blicke, die in den Alpen ihresgleichen suchen.
Unten im Tal erreicht man die Schotterstraße, die von der Malga Forcola herunterführt und kurz darauf erreicht man den Lago Cancano an einer kleinen Kirche und fährt dann in einer
grossen Schleife um die türkisfarbenen Seen herum. Diese Runde ist besonders attraktiv, weil man über 20 Km auf Schotter nahezu eben auf knapp 2000 m dahingleiten kann und dabei eine fantastische Bergwelt erlebt. Nirgendwo sonst in den Alpen findet man einen so langen Panoramaweg in dieser Höhe. Am See-Ende fährt man geradeaus weiter. Nach kurzer Flachpassage zeigt einem ein Schild den Abzweig ins Val Mora. Von hier führt Sie die Beschreibung der Tour 6 ab Passo Val Mora weiter!

Gesamtlänge: ca. 60,5 km
Tourenpunkte:
Müstair - Umbrailpass - Forcella di Forcola - Lago di Cancano - Lago di Fraele - Passo Val Mora - Val Mora - Döss Radond - Müstair
Fahrzeit:
ca. 6,5 Std.
Bemerkungen:
Absoluter Highlight auf alten Militärstrassen des ersten Weltkrieges!

Bocchetta di Forcola

Bikevorschlag 8: Dreisprachentrail / Goldseetrail

Nach der Auffahrt von Sta. Maria zum Umbrailpass (Shuttle bis Umbrail oder Stilfserjochpass möglich) führt erst ein flacher Almweg, dann ein steiler Trail bergauf zur knapp 3000 m hohen Dreisprachenspitze. Hier oben wird man erst mal die gleissenden Gletscher des
Ortler bewundern und sicher auch die informativen Hinweistafeln zur Geschichte des ersten Weltkrieges lesen. Denn der hier beginnende Pfad war damals die Grenze zwischen Österreich-Ungarn und der Schweiz, während das italienische Gebiet nur ein paar 100 Meter südlich begann. Und wenn man sich am Beginn dieses Trails vorstellt, mit welcher Mühe die Österreicher im Jahr 1916 eine Kanone auf den über 3900 m hohen Ortlergipfel geschafft haben, dann erscheint einem die lange Auffahrt von Sta. Maria auf unseren modernen Bikes schon fast als Kinderspiel.

Im oberen Teil führt der Dreisprachentrail an einem steilen Schotterhang entlang, nach rechts fällt das Gelände so steil ab, dass man hier besser keinen Abgang macht. Der Pfad ist allerdings breit genug und so glatt, dass man fahrtechnisch keine grossen Schwierigkeiten zu erwarten hat. Das ändert sich nach einem Linksknick des Trails, der in einen Hang mit groben Felsbrocken führt. Hier werden nur Trialspezialisten noch teilweise fahren, alle anderen schieben über etwa einen Kilometer bergab. Doch
dann wird das Terrain wieder fahrbar, der Pfad führt durch einen lichten Wald zur Furkelhütte. Nachher erreicht man die Stilfseralm vor der der Trail nach links abzweigt und in einem Schiebestück noch einmal knapp 150 Hm bergaufführt. Anschliessend scheint der Trail kein Ende zu nehmen.

Oberhalb der Glurnser Höfe erreicht man schliesslich eine Schotterstrasse, die hinunter zum Kirchlein St.Martin führt. Wer dieser Schotterstrasse bis hinunter ins Vinschgau folgt, erreicht bald den Radweg, der einen nach Glurns bringt. (Auf Wunsch holt einen der Shuttle des Hotel Chavalatschs einen hier ab). Wer noch Kraft hat, radelt aber auf dem Radweg weiter zur schweizer Grenze. Die Rückfahrt nach Müstair führt nicht steil, aber immerhin
über gut 400 Hm auf Schotter und Asphaltweg bergauf, so dass man nach dieser anstrengenden Tour eine Ruhepause braucht.

Gesamtlänge: ca. 56,9 km
Tourenpunkte:
Müstair - Umbrailpass - Stilfserjochpass - Dreisprachenspitze -
Furkelhütte - Glurns - Müstair
Fahrzeit:
ca. 6 Std.
Bemerkungen:
Spektakuläre Ausblicke auf über 3000 m!

Dreisprachenspitze

Bikevorschlag 9: Mitterwaal

Liegt im Frühling in den Hochtälern rund um Müstair noch Schnee, so kann man von dem 1250 m hoch gelegenen Ort doch schon faszinierende Touren fahren - ins tiefer gelegene und meist deutlich wärmere Vinschgau. Dazu nehmen weniger versierte Biker am besten den Vinschgau Radweg, der gleich nach der italienischen Grenze bei Müstair beginnt. Unerschrockene Naturen wählen aber den Mitterwaal, den wurzeligen und ausgesetzten Weg entlang einer alten Wasserleitung, die früher die Obstgärten des Vinschgau versorgte. Dieser Trail führt erst über einen schmalen Damm am Hang entlang, hinter dem das Wasser fliesst. Später am Steilhang führt der Weg über am Fels befestigte Holzbrücken. Die Tour verlangt schwindelfreie Fahrtechnik-Könner, denn der Weg ist nach links zum Teil sehr ausgesetzt. Auf der rechten Seite sprudelt das Wasser in dem schmalen Graben, wer absteigt holt sich also entweder nasse Füsse oder fällt ein Stück weit den Hang hinunter.
Ratsam ist es, nur den ersten, etwas leichteren Teil des Mitterwaal zu fahren und dann nach rechts auf die Route zu den Glurnser Höfen oder nach Lichtenberg einzuschwenken. Dann verpasst man zwar den wirklich spannenden Teil des Mitterwaal, wo der Weg mit Eisenträgern im senkrechten Fels verankert ist und das Wasser in einer Rohrleitung neben den hölzernen Brücken läuft, aber hier kann man ohnehin überwiegend nicht fahren und es ist an zwei Stellen etwas mühsam, sein Bike an hervorspringenden Felsen vorbei zu zirkeln. Wer sich diesen Teil des Mitterwaal antut, erlebt Nervenkitzel gut 150 m senkrecht über dem Talgrund, von Bike Genuss kann man aber hier kaum sprechen. Die lohnende Rückfahrt über den Vinschgau Radweg am Calva Bach entlang erlebt man bei
den anderen Touren zu den Glurnser Höfen genauso.

Gesamtlänge: ca. 29 km
Tourenpunkte:
Müstair - Rifair - Mitterwaal - Glurns - Müstair
Fahrzeit:
ca. 3 Std.
Bemerkungen:
Gute Tour, wenn in den Hochlagen noch Schnee liegt!

Bikevorschlag 10: Glurnser Höfe

Die Tour zu den Glurnser Höfen im Vinschgau führt von Müstair über den geschotterten Vinschgau Radweg leicht bergab bis zur Calvabrücke, wo man nach rechts bergauf abzweigt und weiter auf Schotter, Waldweg und Trail zum Kirchlein St.Martin gelangt. Nach einer spannenden Trailpassage auf dem Fitnessparcours folgt der Anstieg auf dem schmalen asphaltierten Weg zu den Glurnser Höfen, der immer wieder tolle Blicke über das gesamte obere Vinschgau eröffnet. Nach dem obersten Hof zweigt man rechts in den Wald ab und folgt jetzt dem alten Bauernpfad zum Teil steil bergab, bis man wieder bei der Ponte di Calva auf den Vinschgau Radweg gelangt, der in die Schweiz zurückführt.

Gesamtlänge: ca. 44,7 km
Tourenpunkte:
Müstair - Rifair - Glurnser Höfe- Rifair - Müstair
Fahrzeit:
ca. 4,5 Std.
Bemerkungen:
Hübsche Tour, die viel Kondition und ein bisschen Fahrtechnik erfordert!

Bikevorschlag 11: Lichtenberg - Glurns

Wer die Waalwege, die alten Wasserleitungen zu den Obstgärten des Vinschgau, als perfekte Singletrails kennen gelernt hat, wird sich sicher für diese Tour nach Lichtenberg entscheiden. Am Anfang auf derselben Strasse wie zu den Glurnser Höfen, führt diese Tour auf den traumhaft zu fahrenden und nie zu schwierigen Trails weiter bis zur alten Burgruine Lichtenberg, wo die Tour bergab in den Ort führt. Hier erreicht man den fein geschotterten Vinschgau Radweg, dem man nach links durch die Obstgärten bis zum mittelalterlichen Glurns folgt, der mit nur 800 Einwohnern kleinsten Stadt Italiens.
Hier lohnt sich ein Spaziergang entlang der noch völlig intakten Stadtmauer und durch die mittelalterlichen Gassen und Lauben. Danach folgt man dem Vinschgau Radweg leicht bergauf wieder zurück zur schweizer Grenze und nach Müstair wie in den Touren 9 und 10.

Gesamtlänge: ca. 41,6 km
Tourenpunkte:
Müstair - Rifair - Glurnser Höfe- Lichtenberg - Glurns - Rifair - Müstair
Fahrzeit:
ca. 4,5 Std.
Bemerkungen:
Hübsche Tour, die viel Kondition und ein bisschen Fahrtechnik erfordert!

Bikevorschlag 12: Müstair - Sta. Maria

Diese ganz leichte Tour, die auch Familien mit Kindern fahren können, führt ganz überwiegend auf asphaltierten Radwegen von Müstair nach Sta. Maria und auf der anderen Talseite zurück. Sehenswert: Das Kloster St. Johann in Müstair! Dieses Kloster wurde von Karl dem Grossen im 8. Jahrhundert gegründet und war lange Zeit geistiger Mittelpunkt der gesamten Region. Noch heute kann man in der Apsis der Klosterkirche die sehr gut erhaltenen, karolingischen Fresken bewundern, die dem Kloster den Status eines UNESCO Weltkulturerbes eintrugen.
In Sta. Maria kann man die Manufactura Tessanda (Handwebstube), die Mühle Mall oder das Museum 14/18 einen Besuch abstatten, bevor man gemütlich wieder nach Müstair zurückradelt.

Gesamtlänge: ca. 11 km
Tourenpunkte: Müstair - Sta. Maria - Müstair
Fahrzeit:
ca. 1,5 Std.
Bemerkungen:
Sehr leichte Tour; hauptsächlich für den Kulturbesuche!

Kloster St. Johann

Bikevorschlag 13: 2-Tagestour

Müstair - Val d'Uina - Scoul
Scoul - Pass Costainas - Müstair

Diese Zweitagestour von Müstair durch das berühmte Val d’Uina nach Scuol und zurück gehört wie der Dreisprachentrail zu den Touren, die ein Biker einmal im Leben gefahren sein sollte - spektakuläre Landschaft und traumhafte Trails.

Von Müstair aus fährt man erst zur italienischen Grenze, dann auf dem Vinschgau Radweg bis zur Calvabrücke und schliesslich über Laatsch und Schleis in das Schlinig Tal. (Bis Schlinig kann auch der Shuttle Service vom Hotel Chavalatsch gebucht werden!)
Hier zieht sich der teils asphaltierte, teils geschotterte Weg ziemlich steil bergauf bis Schlinig und dann weiter Richtung Norden zur Sesvennahütte. Gegen Ende wird der Schotterweg so steil, dass man schieben muss, kurz vor der alten Ruine der Pforzheimer Hütte wird er wieder flacher, so dass man jetzt bis zur neuen Sesvenna Hütte fahren kann.
Das Val d’Uina von Süden her zu befahren hat den unschätzbaren Vorteil, dass man von der Sesvennahütte auf dem hochalpinen Trail bis zur Schlucht durchweg fahren kann- ein Genuss, weil der Trail auf über 2200 m Höhe nie zu schwer wird und ab dem Drehkreuz an der schweizer Grenze immer leicht bergab führt. In der entgegengesetzten Richtung muss man sich deutlich mehr anstrengen und an ein paar Rampen auch mal aus dem Sattel. Auf diesem gut fahrbaren Trail von Süden her zum Val d’Uina ahnt man kaum, dass sich knapp dahinter eine der dramatischsten Schluchten der Alpen verbirgt.
Am Ende das Trails über die Hochalmen erkennt man den Eingang der Schlucht schon an ein paar steinernen Barrieren über den Pfad, die verhindern sollen, dass die Kühe hier hineinlaufen. Ab hier schiebt man sein Bike auf diesem unglaublichen Weg und geniesst die Landschaft, die sich für immer im Gehirn einprägt: Fast vierhundert Meter hohe, senkrechte Felswände auf beiden Seiten der Schlucht, auf der rechten Seite in halber Höhe der schmale Weg in Form einer halben Röhre in den Fels gesprengt. Es ist lebensgefährlich hier zu fahren, zumindest dort, wo Felsstürze das Geländer zur Talseite hin weggerissen haben. Nicht dass der Trail unfahrbar wäre - aber wer auf dem schmalen Weg in Balanceschwierigkeiten kommt oder stürzt, fällt bis zu 150 m tief in die Schlucht. Da hilft auch kein Helm mehr. Das Naturerlebnis ist überwältigend genug und beim Schieben kann man das alles viel besser betrachten.
Am Ende der 600 m langen Schlucht hat man noch Trailerlebnis genug; der schmale Pfad zieht sich gut fahrbar an der Bergflanke entlang bis zur Alm Uina Dadaint, wo man bei Milch und Käse einkehren kann. Hier beginnt die Schotterstrasse, die immer gut fahrbar am Bach entlang bis nach Sur En am Inn hinunterführt. Am Brunnen von Sur En zweigt man links ab und nimmt den geschotterten Radweg am Kraftwerk Pradella vorbei nach Scuol.

Die Rückfahrt von Scuol nach Müstair führt unterhalb der Burg Tarasp erst teils asphaltiert, später auf breiter Naturstrasse zum kleinen Örtchen S-charl. Hier führt die Schotterstrasse weiter bergauf zur Alp Astras, wo der Trail zum Pass da Costainas beginnt, einem der wenigen voll fahrbaren Übergänge in dieser Region. Der Trail steigt in
der wunderschönen hochalpinen Landschaft nur massvoll an, so dass man durchweg fahren kann. Ziemlich steil, aber problemlos zu fahren führt der Schotterweg dann bergab nach Lü. Kurz hinter zweigt man links Richtung Urschai ab, folgt der Schotterstrasse ein Stück weit bergauf, bevor man eben und leicht bergab hoch über dem Münstertal und mit tollem Blick zum Umbrailpass hinüber nach Craistas rollt. Die letzte Abfahrt auf asphaltiertem Almweg führt direkt ins Zentrum von Müstair, wo man auf der Terrasse des Hotel Chavalatsch diese Traumtour beschliesst.

Gesamtlänge: ca. 85,8 km
Tourenpunkte: Müstair - Schlinig - Uina-Schlucht - Sur En - Scuol - S-charl - Pass Costainas -
Müstair
Fahrzeit:
ca. 8,5 - 9,5 Std.
Bemerkungen:
Impressionen fürs Leben und Nervenkitzel!

Zu allen Tourenvorschlägen finden Sie GPS-Daten und Roadbooks, sowie die dazugehörigen Höhenprofile auf der Homepage von Uli Stanciu www.bike-gps.com